Triathlon

O- See- Challenge 2015
16.08.2015

nicole.jpgBericht von Nicole Schnaß:
Nach der Streckenbesichtigung wusste jeder Athlet bereits, was da auf einen zukommen wird. 1500m Schwimmen im 27 Grad heißen O- See, 36km MTB mit vielen technischen Abfahrten, langen Schiebepassagen und einem Hochgeschwindigkeits- Downhill, mit mehr als 1100 Hm und zum Schluss die traillastige Laufstrecke um den See herum, wo einige Steigungen auch nur noch gehend bewältigt werden können. Und kurz vor dem Ziel darf man dann noch über aufgestapelte Heuballen klettern.
Ja diese O- See- Challenge gilt nicht umsonst, als einer der härtesten Crosstriathlons weltweit.
Kurz vor dem Start stehen wir aufgereiht zu einer langen Kette an der Startlinie des Landstartes, und scharren mit den Hufen. 3-2-1 los! Und schon stürmt eine kleine Gruppe von Triathletinnen (von 20 sind 16 an den Start gegangen) Richtung Wasser und lässt im seichten, abfallenden See das Wasser zu Fontänen aufspritzen.
Nach der ersten Schwimmrunde geht es kurz aus dem Wasser raus und dann wiederum hechtet man wieder ins warme nasse Element zurück. Nach 1500m bleiben ohne Neo die Uhren bei mir bei 27:46 Min. stehen.
Nun heißt es so schnell wie möglich zu seinem Wechselplatz zu gelangen, wo das MTB bereits auf einem wartet. Aufgrund der Sturzgefahr der sehr anspruchsvollen Radstrecke habe ich mich entschieden Knieprotektoren anzuziehen, was meine Wechselzeit auf 2: 11 Min. verlängert. Zuerst geht es über eine steile Hochbrücke und dann geht es leicht ansteigend bis km 10 in den Wald. Bei km 11 wartet dann der berüchtigte Hochwald auf einem, eine ca. 2km lange Schiebestrecke mit durchgehend 30 % Steigung.
Danach folgte eine erste technische Abfahrt mit groben Geröll und Wurzelpassagen, wo ich echt froh darüber gewesen bin kein Harttail zu fahren, sondern ein Fully. Die harten Schläge bei der Abfahrt werden so zwar etwas gedämpft, aber dennoch spürt man die Erschütterung am Lenker und in den Armen. Nach der Abfahrt geht es Kilometer lang einen schmalen Trail mit Wurzeln hoch, der sich an der 20 % Steigungsmarke bewegt. Dann kommt die Schlüsselstelle des Kurses, eine Abfahrt, wo viele lieber ihr Rad schieben, aufgrund sehr grober Steine bei starkem Gefälle.
Und sofort kommt mir ein Athlet mit einem Platten Hinterrad entgegen und unten etwas weiter fluchen andere über ihre Defekte. Flüssig kann man hier nicht mehr fahren, sondern muss sich die Naturstufen nach unten kämpfen, ohne dabei das Gleichgewicht zu verlieren oder vorne über den Lenker zugehen. Dann folgt wieder ein knackiger Anstieg und bald reiht man sich auch wieder in die lange Perlenkette der schiebenden Athleten ein.
Ja, diese Strecke verlangt einem wirklich alles ab. Nun kommt der berüchtigte Hochgeschwindigkeitsdownhill, wo man von ganz oben nur noch die vor einem fahrenden Athleten wie kleine Ameisen erkennt. Mal wieder öffne ich die Gabel und den Dämpfer, verlagere mein Gewicht ganz weit nach hinten im Sattel und hoffe auch diese Abfahrt sturzfrei zu überstehen.
Nach dem auch diese Schwierigkeit hinter mir liegt, geht es wiederum einen Trail hoch und wiederum auf groben Schotter einen Berg runter. Hierbei treffen mich dann mehrere größere Steine an meinen Beinen. Einige prallen von meinen Protektoren ab aber einer trifft voll mein linkes Schienbein, was auch sofort an zu bluten anfängt und heftig schmerzt. Ich muss anhalten und kühle mit dem Trinkwasser aus meinem Trinkrucksack die Stelle, die schnell anschwillt. Wegen der Schmerzen bin ich dann auch gezwungen etwas Gas zurück zu nehmen und muss 2 Konkurrentinnen ziehen lassen. Aber Gott sei Dank geht es nun nur noch abwärts über schmale Naturwege und zum Schluss über flache Schotterwege Richtung Wechselzone.
Zum Schluss wartet als letztes Hindernis nur noch die steile Hochbrücke auf einen, vor der man noch gemeiner Weise große Heuballen platziert hat, damit man ohne Schwung zu holen dieses letzte Hindernis überwinden muss. Nach 2:11:43 Std. beende ich schließlich das Radfahren über die 36km mit mehr als 1100 Hm, was in unserem Startfeld die 5 schnellste Radzeit ist.
Bereits beim Absteigen merke ich, dass mein Schienbein immer noch heftig schmerzt und halte dieses erstmal in einen kleinen Pool, wo hunderte kleine Schwämme auf die Athleten warten. Auch die Außentemperatur von 30 Grad und völlige Windstille setzt einen nun ebenfalls zu.
Schnell muss ich einsehen, dass mit meinem lädierten Schienbein keine Laufbestzeit mehr aufzustellen ist und schalte nur noch auf den Finishermodus. Aber auch auf der Laufstrecke gehen die Qualen weiter, wo lange Downhills, knackige Anstiege mit kurzen Geheinlagen, wegen ihrer Steilheit, mir und bestimmt auch allen anderen Startern das Leben schwer gemacht haben.
Und endlich ist das Ziel in Sichtweite, da versperren einen noch hohe Heuballen den Weg. Also noch einmal letzte Kräfte mobilisieren und auch dieses Hindernis überwinden.
Schließlich überquere ich in der DM- Wertung nach 3:34:48.57 Std. als 8. Frau den Zielstrich.
Mit einem 4. Platz in der AK 40 schramme ich so auch noch haar scharf am Podest vorbei, doch sichere mir den 3. Gesamtrang in der X-Terra German Tour (besteht aus mehreren Crosswettkämpfen in ganz Deutschland) auf dem Podest.
Nicole Schnaß: 27:46 Min. Schwimmen- 1. Wechsel:2:11 Min. Rad: 2:11:43Std. 2. Wechsel:3:43 Min. Laufzeit: 49:25 Min. Endzeit: 3:34:48.57 Std.
Nächstes Jahr werde ich wieder hier an den Start gehen und auf mehr Glück (ohne Blessuren) hoffen.

(Guido Pesch)

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