Triathlon

Cross Triathlon Bütgenbach
27.07.2015

Bericht von Nicole Schnaß: Am Samstag habe ich in Belgien meinen ersten Crosstriathlon überhaupt gemacht. Losgefahren in NRW bei 20 Grad und angekommen in Belgien, Nähe hohes Venn, bei 9 Grad und Dauerregen.
Angezogen haben wir unsere Neos fürs Schwimmen dann in der großen beheizten Halle, weil draußen gerade Platzregen und der Wind pfiff. So ist das Wärmste auch das Schwimmen gewesen, was aus 2 Runden von 375m, mit einem kurzen Landausflug, bestanden hat. Nach den 750m musste man dann noch eine Rampe zur Wechselzone hoch laufen, die schon jetzt schlammig gewesen ist, wo sich die ersten Athleten direkt mal auf den Hosenboden gesetzt hatten.
Das Aufsetzen eines Radhelm mit klammen Fingern ist nicht gerade meine Stärke gewesen und auch nicht das Anziehen der Radschuhe, was auch sehr lange gedauert hatte. Dann ging es auf die Radstrecke. Eigentlich sind ja schon ohne Regen Wurzelpfade an sich technisch anspruchsvoll zum Überwinden mit dem MTB. Und wenn diese zudem nass sind und sich die Pfade in Matsch auflösen, kommt es wirklich nur noch auf die perfekte Radbeherrschung an.
Diese Belgier haben echt Humor, dass sie uns selbst in Steigungen Baumstämme in den Weg gelegt hatten, wo man gezwungen gewesen ist abzusteigen und zu schieben. Dann hatte wohl in einer Abfahrt der Wind das Absperrband weggeweht und wir sind alle einen Hang runter gefahren, der dann ins Leere führte. Also Kommando zurück. Gut, den Fehler hat dann keiner mehr in der 2 Runde a 10km gemacht.
Dann folgte zum Schluss die Laufstrecke. Erst 1km über Asphalt und ich freute mich gerade davor keine Matsche mehr unter den Füßen zu spüren, da ging es dann über einen kleinen Pfad einen Abhang runter. Laufen konnte man das nicht mehr nennen, denn man musste sich wegen der Steilheit an jedem Baum festhalten. Gut dass ich wegen der Kälte meine Radhandschuhe angelassen hatte, weil das anschließende Rutschen so besser mit den Beinen und Händen abgebremst werden konnte.
Unten angekommen ging es dann über einen natürlichen Hindernisparcours von quer wuchernden Bäumen. Bei km 4 von 5 hatte man dann wohl den tiefsten Punkt der Strecke erreicht, denn nun türmte sich eine richtige Wand einem auf. Dort hoch führten sehr steile Stufen, die dazu, wegen dem Regen noch rutschig gewesen sind. Ich habe bei 50 aufgehört zu zählen. Diese Belgier wissen echt wie man Athleten quält.
Dann lagen nur noch wenige 100m bis zum Ziel und ich lief an mehreren Absperrgittern vorbei. Danach gähnende Leere und keine Wegweiser. So blieb ich da stehen und winkte mit den Händen und schrie noch nach dem Weg auf englisch. Ja, auch diese Absperrung ist weggerissen worden. So wartete ich für mich unendliche Sekunden, bis dort ein Helfer auftauchte und mir die Laufrichtung angezeigt hatte.
Immer stürmte es noch und der Zielbogen rappelte hin und her. Dort stand keiner mehr. Wie denn auch, selbst Regenschirme klappten komplett zusammen. Gut jetzt hatte ich also das Ziel erreicht. Zitternd suchte ich dann die heiße Dusche auf. Und dort musste ich entsetzt feststellen, dass diese voller Mädels gewesen ist.
Komisch, dass ich selber keine einzige Athletin auf der Radstrecke und Laufstrecke gesehen hatte. Hatte ich mich vollkommen verlaufen gehabt? Auch das hätte sein können, denn irgendwo kam ich aus dem Wald heraus und dort waren keine Markierungen zu sehen, also bin ich gerade aus weiter gelaufen, was scheinbar doch richtig gewesen ist.
Ja Kreide und Starkregen vertragen sich halt nicht wirklich.
Auch gab es noch keine Ergebnisliste alles irgendwie seltsam. So wandte ich mich an den Veranstalter, der nach dem ich meinen Namen gesagt hatte und fragte, wann die Siegerehrung denn sei, mir entgegnete, bleiben sie mal hier, sie werden gleich aufgerufen.
Wahrscheinlich in der Altersklasse (hatte 10 Mädels ja in der Umkleide gesehen). Nein, ich konnte mein Glück gar nicht fassen, dass ich bei meinem ersten Crosstriathlon direkt auf den 3. Platz der Gesamtwertung gekommen bin.
Und das Rätsel mit den anderen Frauen konnte ich dann auch noch lüften, die alle in einem Staffelwettkampf vor mir unterwegs gewesen sind.
Also wer etwas erleben will, der sollte mal einen Wettkampf in Belgien machen. Und als ich mich an selbstgemachten Hamburger erfreute, da gab es noch einen 5 und 10km Laufwettkampf, natürlich im Dauerregen. Und trotzdem hatten die meisten Läufer dort nur kurze Hose und Shirt an. Ich dagegen alles was ich mitgenommen hatte.
Dieses Bütgenbach sollte man sich Mal für das nächste Jahr merken.

(Guido Pesch)

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