Triathlon

Michaels Glück und Pech in Buschhütten
13.05.2013

47422_155601954455980_2118152_n.jpgHier gibt es den sehr unterhaltsamen Bericht von Michael Wagner: “12.05.13 und was kann man nicht alles Schönes an Muttertag machen. Da mir nichts Besseres einfiel, schenkte ich meiner Frau meine Abwesenheit und verkrümelte mich zum Triathlon nach Buschhütten. 18 Monate Wettkampfpause sind eine erschreckend lange Zeit um dann vor und während der nächsten ca. 1,5 Wettkampfstunden, Entscheidungen zu treffen die diesen Wettkampf dann zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen.

Am Vorabend einen Zeitplan vom Aufstehen über Anreise und Einchecken und Start aufgestellt. Rad war gut vorbereitet und alles was so benötigt wird, war an Bord (wirklich alles …). Pünktlich wie die Uhrmacher fuhr ich Richtung Siegerland als mich auf der A3 ein Blitz traf…..Geldbörse, Startpass, Papiere ???? Alles daheim und aus dem SUV wird ein Sportwagen mit Radanhänger, um mal kurz zu Hause bei Frau und Kind nach dem Rechten zu sehen. Das diese Aufregung ihre Wirkung bei meiner Verdauung nicht verfehlte, ist ja klar bin auf dem Gebiet ja auch recht unempfindlich.
Mit 40 Minuten Verspätung vor Ort angekommen, lief dann alles wieder wie eingeplant und ich hatte sogar noch Zeit mir 2 Startgruppen vorher die Athleten an zu schauen. Warme 7° C beeindruckten mich bis dahin wenig, hatte ich den Regen und Hagel von der Anreise schon vergessen. Es blieb ja trocken! Umgezogen, Taschen für die Wechselzonen präpariert und ab zum Einchecken….es lief alles wie am Schnürchen. Den Rest der Klamotten eingeschlossen und Spintschlüssel wie im Schwimmbad sonst üblich am Knöchel angebunden. Den Gedanken doch noch eine Jacke am Rad zu platzieren schnell verworfen….sind ja „nur“ 20km…wird schon gehen…..da ahnte ich noch nicht was das bedeutet.
Ich sorgte mich nur um die Wassertemperatur, die ich von 2010 in kalter Erinnerung hatte. Beim Einschwimmen schon wurden alle restlichen Bedenken mit 24°C warmen Wasser weggespült. Der Startschuss fiel, 15-20m Sprint (wie gelernt) und als ich gerade in meinen so geliebten Rhythmus wechseln wollte……. war der Schlüssel weg. In Führung liegend hat man dann echt so seine Sorgen mit der Konzentration, Handy….GELDBÖRSE ….Schlüssel…wie komm ich an mein Schließfach. Auf dem Weg zur hundert Meter Marke kam ich dann doch am Schlüssel vorbei und konnte dann mal eben abtauchen und diesen aufnehmen (macht man ja so im Wettkampf…grummel) um dann festzustellen, dass man mit einem Schlüssel in der Hand richtig gut Schwimmen kann. Also Schlüssel am Startblock bei 200m ablegen und das nächste Mal erst auf der letzten Bahn den Schlüssel aufnehmen oder oder oder….nu hab ich tausend Lösungen die besser sind. Schwimmzeit….naja so lala aber trotz der Panne noch im Rahmen.
Raus aus dem Becken ab zum Rad, die Sonne schien, der Wechsel als solcher von mir immer sehr geliebt, demnächst habe ich einen Stuhl am Rad, denn um in meine Schuhe zu kommen muss ich wohl einen Regentanz vollführt haben….lange genug hat es ja gedauert. Ab auf die Strecke, hin zu den wunderschönen Bodenwellen und weg war meine Pannenausrüstung. Jetzt kann man viel machen…anhalten einsammeln und weiterfahren, oder wie ich fast bis stillstand abbremsen,blöd gucken und dann doch weiterfahren….toll gemacht…hab ja Zeit !
Die Rampe rauf auf die Autobahn um dann fest zu stellen, dass ich es mit dem Regentanz wohl etwas übertrieben habe. Starkregen ging über in Hagel und der Wind nahm Böig zu und war saukalt….Eiszeit halt! Aber wenigstens hatte ich meine Neoprenkappen an den Schuhen, so sollte ich warme Füße behalten, so der Plan. Wenn mir die Überzieher nicht die Wasserabläufe abgedeckt hätten. Der Einteiler sieht sau gut aus, macht schlank und lässt die gefühlte Temperatur doch um ca. so 0,2°C ansteigen. Mir war ruck zuck eiskalt, aber ein schneller Prozessor muss ja gekühlt werden nicht war! Und es funktioniert auch, die Gedanken über warme Kleidung fliegen nur so an dir vorbei. Dabei rutschte ich dann auf dem Sattel hin und her in der Hoffnung ein wenig Reibungswärme zu erzeugen, wenn ich hier nicht so weit von meiner Kleidung und allem anderen weg gewesen wäre, hätte ich wohl mein erstes DNF kassiert. Mit klappernden Zähnen, steif gefrorenen Händen und Füßen ging es zum letzten Wechsel. Erst komm ich wegen der Taubheit in den Füßen nicht aus meinen Pedalen und habe Glück das ich am Abstiegspunkt der Strecke mit dem Rad auf die Seite kippe, auf der Ich den Fuß schon aus der Gefangenschaft befreit hatte und dann stelle ich fest das ich laufe als wäre ich ohne Gelenke unterwegs.
Ein echt tolles Gefühl im Sprint die 5km völlig problemlos Luft zu bekommen, du gibst alles was geht und so schnell die Füße tragen…bei mir 130er Puls und 6min/km ……im Ziel konnte ich den dicken Zeh dann wieder bewegen.
Planungstechnisch und Taktisch habe ich hier ein echtes Meisterwerk abgeliefert, kann man wirklich nur schwer verbessern…… grummel.
Meine Zeit und Platzierung sind indiskutabel, aber ich komme wieder und dann habe ich warme Klamotten in der Wechselzone(Jacke, Stiefel, Heizung)…………………. und 28°C.

Alles in Allem ein gut organisierter Wettkampf und wenn man dann noch die KKK Frauen Bundesliga Mannschaft in einem Herzschlagfinale siegen sieht, dann kann man auch über die eigene Dusseligkeit herzhaft lachen Aber wenigstens bin ich wieder mitten drin!!!

Ergebnis : 212./44. AK 1:29:49// 9:37,49:39,30:34
Und gerade erreicht mich eine Mail wonach ich eine der beiden Wildcards gewonnen habe und zur Altersklassen EM nach Alanya darf!….Soll ich wirklich, bei meiner Planungssicherheit ;-) )

(Guido Pesch)

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