Duathlon

WM Duathlon Zofingen
09.09.2012

Hier könnt ihr den Bericht von Natascha nachlesen, die den 9. PLatz belegte:

“Bei meiner den Duathlon Weltmeisterschaften über die Langdistanz im Rahmen des “härtesten Duathlons der Welt” belegte ich den 9. Rang.
Schmerzen in der rechten Achillessehne eine Woche vor der WM
Bei den hessischen Straßenlaufmeisterschaften eine Woche zuvor hatte ich in der letzten Woche Schmerzen in der rechten Achillessehne verspürt, sodass ich bis zur WM keine Laufeinheiten mehr absolvierte. Stattdessen suchte ich meinen Orthopäden auf und begab mich täglich in die Ultraschall- und Magnetfeldtherapie. Dank der guten medizinischen Versorgung konnte ich bei der WM fast schmerzfrei laufen. Hiermit möchte ich mich recht herzlich bei Dr. Streblow in Bad Homburg, bei der Reha Main Tain in Frankfurt und bei Martin, meinem Freund für die tolle medizinische Unterstützung bedanken, die mir den Start in Zofingen ermöglicht haben.
Top-Ten bei der Langdistanz Weltmeisterschaft im Duathlon
In den Tagen vor dem Rennen hatte ich keinerlei Aufregung verspürt, auch am Wettkampftag selbst war ich sehr gelassen. Ich war mir einfach sicher, dass ich gut vorbereitet bin und eine so lange Belastung auch durchstehen kann. Auch bezüglich meines Fußes machte ich mir keine Sorgen. So ging ich relativ gelassen, aber natürlich gespannt um 8 Uhr mit dem Frauenfeld auf die Strecke. Nun standen 10 Kilometer Laufen, 150 Kilometer Radfahren und 30 Kilometer Laufen vor mir. Schon nach dem Start ging es für viele Minuten bergauf. Ich hielt mich erstmal bei meinen beiden Deutschen Teamkolleginnen auf, bevor ich mich am Ende des ersten Anstiegs bereits absetzen konnte. Zwei Runden auf einer Bergauf-Bergabführenden Strecke waren zu bewältigen. Ich teilte mir den ersten Lauf gut ein, sodass ich relativ entspannt nach 36:30 Minuten (9,2 Kilometer) als Sechste mein Rad erreichte. Eigentlich wollte ich jetzt schonmal die Toilette aufsuchen, doch ich übersah meine Möglichkeit. Naja, so schwang ich mich aufs Rad. Von Anfang an lief es gut. Die Beine fühlten sich kraftvoll an, sodass es mir auch Spaß machte Druck auf die Pedale zu geben. Für die 150 Kilometer waren 3 Runden mit je 600 Höhenmetern zu absolvieren. Auf der ersten Runde lief das Rennen fast wie selbst. Meine angestrebten Wattwerte konnte ich konstant und relativ locker halten, sodass ich nach der ersten Runde immer noch auf Platz sechs lag.
HUNGER
Auch die nächsten 30 bis 40 Kilometer liefen noch gut, doch dann kam der HUNGER. Ich hatte mich genauso, wie auf einer Mitteldistanz verpflegt, doch dies war zu wenig. Immer mehr sehnte ich mich nach etwas Essbaren. Die Beine wurden schwerer und die Wattwerte fielen in den unteren GAI-Bereich. Jetzt wurde das Rennen verdammt hart. Ich versuchte nun an den Verpflegungsstellen Bananen und Riegel zu mir zu nehmen. Doch die letzten Kilometer wurden ein reiner Kampf. Die Anstiege wurden immer steiler und ab und an wurde mir schwarz vor den Augen. Nun musste ich auch drei weitere Damen an mir vorbei ziehen lassen. Jetzt war es ein reiner Kampf gegen meinen inneren Schweinehund. Nach 4:49 Stunden erreichte ich endlich die Wechselzone. Am liebsten hätte ich nach etwas Essbaren geschrieen, doch das war nicht möglich. So wechselte ich schnell in meine Laufschuhe und trabte los. Jetzt endlich entdeckte ich eine Toilette, sodass ich einen kurzen Stop einlegen konnte. Danach ging es auch die schweren 30 Kilometer. Ich lag auf Platz neun. Doch das Laufen glich eher einem Traben. Auch hier waren 2 Runden zu absolvieren. Die Füße brannten und der Körper verlangte nach Essen. An jeder Verpflegung versuchte ich mich so viel wie möglich zu schnappen. Die Runde glich einem Berg- und Crosslauf. Nach der Hälfte der ersten Runde konnte ich mich auf Platz acht schieben, doch seit diesem Zeitpunkt an, wurde es ein ständiger Wechsel von Platz acht und neun. Nach ca. 8 Kilometer begegnete ich meinem Freund, der eine Stunde nach mir gestartet war, auch ihm sah man die Anstrengung an. Ich wollte nur noch durchlaufen, ohne einen Schritt zu gehen. Viele Teilnehmer begannen an den Anstiegen zu gehen, doch ich sagte mir, “immer Laufen, nicht gehen.” Und so absolvierte ich Meter um Meter. Am Ende musste ich Susanne Svendson am Ende den achten Platz überlassen. Nach 7:46:28,3 Stunden erreichte ich als Neunte glücklich das Ziel. Mit dieser Leistung wurde ich schließlich beste Deutsche und war zugleich Jüngste Teilnehmerin im Elitefeld. Nach dem Zieleinlauf gönnte ich mir erstmal einige Minuten auf dem Boden, bevor ich erstmal etwas zu Essen suchte.
“Ich bin zufrieden und freue mich über den neunten Platz”
Zusammenfassend lässt sich festhalten: Das ich mit meiner Leistung sehr zufrieden bin und viele Erfahrungen sammeln konnte. Dieses Rennen sollte ein erster Test für den Ironman im nächsten Jahr sein. Ich denke, dass ich in diesem Rennen sehr viel gelernt habe, was es heißt erfolgreich eine Langdistanz zu meistern. Nun habe ich erstmal eine Woche nichts trainiert, da mein Körper sich nach einer Pause sehnte. In den nächsten Wochen werde ich wieder trainieren, allerdings bei weitem nicht die Umfänge realisieren, wie in den vergangenen Monaten. Nun steht die Erholung an erster Stelle. Jeden zweiten Tag werde ich meine Laufschuhe schnüren und an den anderen Tagen, dass machen, wozu ich Lust habe. Den Marathon Ende Oktober werde ich aus dem eher lockeren Training heraus laufen, sofern meine Achillessehne mir keine Schmerzen mehr bereitet. Für mich ist die Saison seit Zofingen beendet und ich freue mich schon jetzt auf die kommende.
Mein Freund Martin beschloss einen Tag vor dem Rennen nicht, wie geplant, die Kurzdistanz zu absolvieren, sondern die Langdistanz. Mit 7 Stunden belegte er einen tollen 3. Platz bei den Amateuren (1. Platz M30) und durfte sich über Platz 18 insgesamt freuen. Mein Trainingskamerad Markus konnte mit Platz 2 in der M25 seinen ersten Podestplatz im Duathlon feiern.
Mein großer Dank gilt meinen Eltern, die uns das ganze Wochenende begleitet und betreut haben, sowie am Renntag Markus Eltern.”

(Guido Pesch)

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